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Das Reintal liegt im Wettersteinmassiv der Bayerischen Nördlichen Kalkalpen südlich von Garmisch-Partenkirchen. In seinem west-östlichen Verlauf ist es von einigen der höchsten deutschen Alpengipfel umrahmt (z.B. Zugspitze, Hochwanner, Alpspitze), wobei der südlich begrenzende Kamm die Grenze zwischen Österreich und Deutschland markiert. Ein Höhenunterschied von ca. 1700 m zwischen dem Talboden (ca. 1050 m ü. NN) und den angrenzenden Gipfeln (ca. 2700 m ü. NN) verdeutlicht das hochalpine Relief. Das Reintal wird von der Partnach entwässert, die bei Garmisch-Partenkirchen in die Loisach mündet. Infolge von Bergstürzen wurde das Reintal mehrfach abgedämmt, was zu charakteristischen Stausituationen (z.B. Vordere und Hintere Gumpe) im Tallängsprofil führte. Diese und weitere alpine Landformen sind im Reintal zum Teil lehrbuchartig ausgebildet und die dahinter verborgenen geomorphologischen Prozesse sehr gut nachvollziehbar. Am Zugspitzplatt führte der anstehende Wettersteinkalk zur Ausbildung eines ausgeprägten Karstsystems. Chrakteristische Lösungshohlfomen an der Oberfläche, die unterirdische Entwässerung des Zugspitzplatts sowie der Partnachursprung als typische Karstquelle verdeutlichen dies eindrucksvoll. |
Das Reintal WebGIS zeigt wesentliche Ergebnisse des SEDAG Teilprojektes der Universitäten Salzburg/Bonn, weiterhin kann der geomorphologische Lehrpfad virtuell im Reintal WebGIS durchschritten werden.
Unter einem WebGIS wird im Allgemeinen ein Geoinformationssystem (GIS) verstanden, dessen Funktion hauptsächlich auf den Netzwerktechnologien des Inter- oder Intranet basiert. Der Informationsfluss läuft in der Regel vom System zum Benutzer. Vereinfacht ausgedrückt stellt der Benutzer eine Anfrage an den WebGIS-Server und erhält die angefragte Information in Form einer Karte.
Eingesetzte Software: Diese Anwendung baut ausschließlich auf Open Source/Freier Software auf. Die einzelnen Komponenten werden im Folgenden kurz vorgestellt:
Danksagung:
Für die Datenaufnahme, -auswertung und -analyse geht ein herzliches Dankeschön an die gesamte Arbeitsgruppe Geomorphologie und Umweltforschung (GERG) unter der Leitung von Prof. Dr. Richard Dikau (Universität Bonn), insbesondere jedoch an die SEDAG-Partner, sowie an deren Diplomanden und studentischen Hilfskräfte.
Ein weiteres Dankeschön gilt dem Bayerischen Landesvermessungsamt. Sie ermöglichten, dass die von Ihnen bezogenen Orthophotos als wichtige Datengrundlage auf diesem Wege einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können.
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Das Reintal - Geomorphologischer Lehrpfad am Fuße der Zugspitze Herausgegeben von Joachim Götz und Lothar Schrott Der Geomorphologische Lehrpfad folgt dem alten Weg auf die Zugspitze durch das Reintal (Wanderweg 801/ R2). Sie werden dabei an 11 Haltepunkten über die landschaftsgeschichtliche Entwicklung zwischen Partnachklamm und Zugspitze informiert. Bei Ihrem Aufstieg begleiten wir Sie aber nicht nur in einer räumlichen Dimension. Mit der Entstehung und den Gesteinen der Partnachklamm (Haltepunkt 1) beginnend, folgen die thematischen Schwerpunkte im Verlauf des Lehrpfades auch einer zeitlichen Ordnung. Sie nähern sich der Gegenwart und schließen den Lehrpfad mit jungen Gletscherständen und Karstphänomenen am Zugspitzplatt und mit dem zuletzt viel diskutierten (schmelzenden) Permafrost an der Zugspitze ab (Haltepunkte 10 und 11). Nach einer kurzen Einführung in die "geologische Ausgangssituation" liegt das Hauptaugenmerk des Lehrpfades auf alpinen Prozessen, die das Reintal seit dem Ende der letzten Eiszeit präg(t)en. Diese Prozesse modifizier(t)en das Reintal in unterschiedlichster Intensität, Kontinuität und raum-zeitlicher Ausdehnung und bedingen sehr unterschiedliche - jedoch charakteristische - Landformen, die heute im Reintal zum Teil lehrbuchartig ausgebildet sind. Vor kurzem erschien beim Pfeil-Verlag ein ausführliches Begleitbuch, im Reintal WebGIS kann der Lehrpfad jedoch auch virtuell durchschritten werden. Einerseits hoffen wir, Ihnen mit diesem Buch einen "informativen Begleiter" auf dem alten Weg zur Zugspitze bereitzustellen. Andererseits liegt uns besonders am Herzen "Ihren Blick für das Lesen einer Hochgebirgslandschaft zu schärfen" und das Reintal als ein sensibles und dynamisches, hochalpines Einzugsgebiet bewusst wahrzunehmen. Während der Forschungsarbeiten im Reintal und auf der Zugspitze kamen sowohl traditionell bewährte als auch sehr moderne Technologien zur Anwendung. Verknüpft mit den Beschreibungen der elf Haltepunkte wird in einem zweiten Teil des Buches auch in diese Materie ein Einblick gegeben! Mit Hilfe von fünf Projektgruppen der Universitäten Erlangen-Nürnberg, Eichstätt-Ingolstadt, Halle-Wittenberg, Bonn und Salzburg wurden die Ergebnisse großteils im Rahmen des Forschungsprojektes SEDimentkaskaden in Alpinen Geosystemen (SEDAG) erarbeitet. |
Ein herzliches Dankeschön gilt den Mitautoren: |
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Sowie allen Beteiligten, die zum Gelingen des Buches beigetragen haben!
Joachim Götz & Lothar Schrott
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Diese Diashow zeigt Photos verschiedener Geländeaufenthalte im Reintal. Die Photos werden über eine offene API von Flickr bereitgestellt. Per Klick auf ein Bild werden der Titel und eine kurze Beschreibung angezeigt. Darüber hinaus kann im oberen Bereich die Geschwindigkeit der Diashow verändert werden. Die Bereitstellung weitere Photos unserer Projektpartner sowie der Aufbau einer öffentlich zugänglichen Photodatenbank ist zur Zeit in Arbeit. |
Weiterführende Literatur
Das Reintal und das Zugspitzplatt sowie der gesamte Wetterstein wurde/wird von unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen intensiv untersucht. Im Folgenden sind einige wichtige geologische, hydrologische und geomorphologische Publikationen aufgelistet, die großteils im Rahmen des Forschungsprojektes SEDAG entstanden sind:
SEDAG Partner:
Die hier dargestellten Ergebnisse wurde großteils im Rahmen des Forschungsprojektes SEDimentkaskaden in Alpinen Geosystemen (SEDAG) mit Hilfe der nachfolgenden Projektpartner erarbeitet.
Hütten:
Interessantes entlang des Lehrpfades:
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Arbeitsgruppe Geomorphologie & Umweltsysteme |
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